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Wikifolio Euro Am Sonntag


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On 09.03.2020
Last modified:09.03.2020

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Wikifolio Euro Am Sonntag

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Viele Marktteilnehmer hoffen deshalb, dass das Schlimmste überstanden ist. Unser Indikator sendet jedoch ein ganz anderes Signal aus. Höher stand er noch nie, seit wir den Indikator vor rund sieben Jahren eingeführt haben.

Der Anstieg im Vergleich zum letzten Check beträgt mehr als neun! Deutlicher kann ein Verkaufsignal kaum ausfallen.

Nur zur Erinnerung: Dafür bedarf es lediglich eines Anstiegs um mehr als einen Prozentpunkt. Aus diesem Grund haben wir das Depot heute leer geräumt.

Und wie es unsere regelbasierte Strategie vorschreibt, werden wir in den nächsten vier Wochen an der Seitenlinie stehen und Cash halten.

Am April prüfen wir dann, ob uns der Indikator noch eine weitere Auszeit von der Börse verordnet. Das Coronavirus hat die Börsen fest im Griff.

Auf Sicht von vier Wochen hat das deutsche Aktienbarometer gut acht Prozent verloren. Er ist im Vergleich zum Vormonat zwar um 0,8 Prozentpunkte gestiegen, was den erhöhten Stress am Frankfurter Aktienmarkt widerspiegelt.

Doch einen Ausstieg aus Aktien signalisiert der Indikator erst ab einem Anstieg um mehr als 1,0 Prozentpunkte. Folglich bleiben wir auch in den kommenden vier Wochen in Aktien investiert.

Deshalb haben wir sie am Freitag verkauft. März findet die nächste Überprüfung des VaR-Indikators statt. Der Coronavirus beschäftigt die Börsianer rund um den Globus.

Innerhalb von vier Wochen ist um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent geklettert. Für ein Verkaufsignal reicht das allerdings nicht, dafür müsste der Indikator um mehr als 1,0 Prozentpunkte zulegen.

Folge: Wir bleiben in Aktien investiert und haben nur einen Titel ausgetauscht: Für Allianz haben wir den risikoärmeren Beiersdorf-Titel ins Depot genommen.

Seit Jahresbeginn liegt der Wertzuwachs jetzt bei 2,8 Prozent, während der deutsche Leitindex 0,3 Prozent verloren hat. Was noch fehlt, ist aber die Jahresbilanz unseres Wikifolios.

Gut zwölf Prozent hat es zugelegt. Das ist zwar ein stattliches Plus. Eine Überraschung? Unsere Strategie verhält sich so, wie man es von ihr erwartet.

Sie ist darauf ausgerichtet, in turbulenten Börsenphasen die Verluste abzufedern. Nun also der umgekehrte Fall: Der deutsche Aktienmarkt hat eine echtes Kursfeuerwerk gezündet.

Da konnte die VaR-Strategie zwar deutlich zulegen, hat aber weniger Rendite abgeworfen als der Leitindex.

Allerdings hat das Depot diese Rendite unter deutlich geringeren Rückschlägen erzielt und so die Nerven der Anleger geschont. Das neue Jahr hat heute gleich den ersten VaR-Check gebracht.

Deshalb haben wir sie heute verkauft und stattdessen das Papier der Deutschen Börse ins Depot genommen. Das nächste Mal überprüfen wir den VaR-Indikator am Still und starr ruht der See.

Und zwar aus drei Gründen: Der Indikator steht aktuell bei 5,0 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte tiefer als vor vier Wochen.

Das bedeutet, dass an der deutschen Börse wieder mehr Ruhe eingekehrt ist. Der VaR zeigte auch keine Veränderung in der Depotzusammensetzung an.

Konkret bedeutet dies: Für deren Berechnung wird stets das beste Ergebnis bislang herangezogen. Bleibt der Depotwert unterhalb dieser Marke, wird keine Performance Fee verlangt — selbst dann nicht, wenn das Portfolio nach eventuellen Korrekturen wieder zulegen sollte.

Dies ändert sich erst dann, wenn die bisherigen Höchstkurse wieder erreicht wurden und die Rendite ansteigt. Erfreulich, dass zuletzt schwächere Treiber wieder in Fahrt kommen: Shop Apotheke steigt, ebenso Hypoport.

Die Aktie stabilisiert sich im Bereich Euro. Auch das langjährige Depotmitglied Evotec kommt in Schwung, der Aktie gelang nach einer positiven Analystenstudie der Ausbruch aus dem Seitwärtstrend.

Nordex steht nach der jüngsten Kapitalerhöhung zum Ausgabepreis von 18,90 unter Druck, zuvor war die Aktie allerdings auch sehr schnell sehr stark gestiegen.

Wertpapierverkauf Kurs EUR , Erstes Ziel ist immer eine positive Jahresrendite. Zweites Ziel ist, besser zu sein als der Gesamtmarkt. Turnaround-Spekulationen oder Übernahmegerüchte, charttechnische Argumente oder exklusive Einschätzungen durch die Redaktion.

Es wird angestrebt, in ruhigen Börsenphasen investiert zu sein und in turbulenten Phasen auszusteigen. Zudem sollen nur risikoarme Aktien gekauft werden.

Beim Laborausrüster Sartorius setzen zunächst Gewinnmitnahmen ein, nachdem das Unternehmen seine Mittelfristprognose trotz einer Anhebung der Vorhersage für das laufende Jahr lediglich bestätigt hatte.

Danach zog der Kurs an — erfreulich, wir hatten nachgekauft. Um bis zu 32 Prozent ging es damit gegenüber dem Vorkrisenniveau im Crash in die Tiefe.

Die Erholung des Wikifolios lief dafür weitaus dynamischer als die des Leitindex, der noch deutlich unter Allzeithoch notiert.

Die Aktie hat in den vergangenen Tagen einen neuen, fulminanten Schub gebracht. General Electric wurde verkauft, die Aktie stagniert, ebenso wie Rocket Internet, die wir reduzierten.

Die Aktien haben gut bis exzellent performt. Ein Highlight ist die Aktie des Onlineversenders Shop Apotheke, die nach gewichteten Kaufkursen inzwischen fast Prozent gebracht hat.

Soeben sprang sie nach starken Quartalszahlen erneut zweistellig nach oben. Erfreulich am Verlauf der vergangenen Tage ist, dass die Positionen auf breiter Front anzogen.

Die neue Lust am Risiko — so könnte man den Börsenhandel in den vergangenen Tagen umschreiben. Eindeutige Favoriten waren Aktien, die man bislang eher bei den Verlierern der Krise einsortierte.

Die erfolgreichen Lockerungen in Gastronomie und Handel, der Hoffnungsschimmer für den Tourismus, dass im Sommer wohl doch Urlaub im europäischen Ausland möglich ist, haben die Kurse branchennaher Werte etwa des Tourismus getrieben.

Das Papier des Autovermieters Sixt legte fast 20 Prozent zu. Die Attacke auf den hartnäckigen Widerstand bei 67 Euro war druckvoll, es bleiben aber Zweifel, ob ein rascher Sprung darüber gelingt.

Die Frage dahinter: Verlaufen die Lockerungen reibungslos oder gibt es Rückschläge? Diese Frage lässt sich kaum beantworten, doch der starke Kursanstieg bei Sixt lässt vermuten, dass hier erst einmal eine Verschnaufpause anstehen dürfte.

Auch die Rückkehr der Nachfrage in der Automobilindustrie hängt stark von der Stimmung in Wirtschaft und bei privaten Haushalten ab.

Rechnen Unternehmen und Konsumenten mit einer raschen wirtschaftlichen Erholung, dürften auch Hersteller wie Volkswagen bald wieder mehr Autos in Deutschland verkaufen.

Beim Outperformer Hypoport sieht die Lage hingegen anders aus. Das Unternehmen ist alles andere als ein Zykliker, schon lange kein ausgemachter Corona-Verlierer.

Hier treiben anhaltende Niedrigzinsen die Immobiliennachfrage, zudem schiebt die Digitalisierung an. Die Aktie steht kurz vor einem neuen Allzeithoch.

Doch Chef Dan Schulman berichtete zugleich von einem herausragenden April, von einem Boom wegen Corona, die Aktie zog nachbörslich auf ein neues Allzeithoch an.

Auch Morphosys kletterte bereits vor den Quartalsergebnissen und beschleunigte danach kräftig. Die Biotechfirma hat nach Vorjahresverlusten einen Gewinn gemeldet, Grund dafür ist die Vermarktungskooperation mit Incyte für Tafasitamab.

Facebook war nach unerwartet starken Quartalszahlen an der Wall Street gesucht. Ähnlich hohe Gewinne hatte zuvor Alphabet verbucht.

Die Tesla-Aktie hat sich seit dem Tief im März beinahe verdoppelt. Seit Depotaufnahme hat die Tesla-Aktie beachtliche 40 Prozent gebracht. Dabei legte auch das VW-Papier im Wochenverlauf stark zu.

Dank der Nachkäufe zu niedrigen Kursen nähert sich die ehemals tiefrote Position inzwischen dem grünen Bereich.

Vor allem Zykliker wie die mit guten Zahlen aufwartende Siltronic waren in den vergangenen Tagen gefragt. Bei Washtec fielen die Quartalszahlen schwach aus, die Prognose ist obsolet, die Kursverluste hielten sich aber in Grenzen.

Nach dem fulminanten Kurssprung hat Tesla eine Konsolidierung eingelegt. Mit rund sieben Prozent Minus lässt sich allerdings nach einer Rally von über 40 Prozent gut leben.

Ich habe die Kursschwäche zum Nachkaufen genutzt. Die Techs gönnten sich nach guten Vorwochen eine Verschnaufpause, manche Anleger nahmen die teils beträchtlichen Gewinne bei Papieren wie Apple oder Microsoft mit.

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1 Kommentar

  1. Gujinn

    Bemerkenswert, die sehr lustige Mitteilung

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